
Die Insel
Ein
240 km langer Küstenstreifen umschließt die drittgrößte
der Kanarischen Inseln. 200 km von der afrikanischen Küste,
1100 km vom spanischen Festland entfernt, reiht sich Gran
Canaria in die Inselgruppe der Kanaren ein.Von über 2000
m Höhe im Zentrum der Insel wälzen sich etliche
Schluchten zur Küste hinunter und verleihen der Insel,
zusammen mit ihrem vulkanischen Ursprung, ihre charakteristische
Gestalt.
Geographisch
betrachtet präsentiert sich Gran Canaria als Überrest
eines gewaltigen Schichtvulkans, der ursprünglich 2500
m aus dem Meer herausragte. Durch immerwährende Explosionen
im Inneren des Kraters entstand ein gewaltiger Kessel, der
Caldera de Tejeda. Mit seinen 25 km Durchmesser zählt
er zu den bizarrsten Landschaften, die uns die Kanaren zu
bieten haben.
Das
Klima auf Gran Canaria
Das Wetter auf Gran Canaria ist durchgängig mild und
mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von etwa 21 Grad sehr
angenehm. Im Süden und Südwesten teilt das Zentralgebirge
die Insel klimatechnisch in zwei Hälften. Der Süden
wird von den Passatwinden relativ verschont, da sich die Wolken
an den Nordhängen stauen. Die den Passatwinden ausgesetzte
Nordseite der Insel erfreut uns mit feuchtigkeitsspendenden
Wolken. In direkter Meeresnähe ist der Himmel aber zumeist
wolkenlos, und das Klima wirkt insgesamt sehr erfrischend.
Die
Vegetation auf Gran Canaria
Auf Grund des vulkanischen Ursprungs der Atlantikinsel
findet sich hier eine sehr extravagante Vegetationskultur,
die auf engstem Raum die vielfältigsten Blüten treibt.
10% der rund 1400 wildwachsenden Arten auf Gran Canaria findet
man sonst nirgendwo auf der Welt.Vom Kiefernwald im Zentrum
der Insel über die Lorbeer- und Heideregion gelangen
Sie schließlich an die trockene Küstenzone, die
mit allerlei faszinierenden Gewächsen aufwartet. Mannigfaltige
Arten des Wolfsmilchgewächses begegnen dem Betrachter
und vermitteln ein fast mexikanisch anmutendes Flair. Auch
der sagenumwobene Drachenbaum zählt zu den Höhepunkten
der kanarischen Flora. Anhand der Blüte dieses Liliengewächses,
so erzählt man sich, konnte man die Ernte des folgenden
Jahres voraussagen, des weiteren verwendete man das Harz des
Baumes für die Mumifizierung von Toten.
Die
Hauptstadt von Gran Canaria
Las Palmas, die größte Stadt der Kanaren, wird
auch gerne als das Rio Europas bezeichnet und zieht den Besucher
durch sein lebhaftes Treiben und die gutlaunige Betriebsamkeit
in seinen Bann. Ein wenig aufgeschlossen sollte man schon
sein, denn es ist hier, wo sich viele Menschen auf einer kleinen
Fläche tummeln, sehr lebhaft. Es gibt jedoch auch hier
Rückzugsorte, gönnen Sie sich einen Rundgang durch
die malerische Altstadt, und besichtigen Sie die wunderschöne
fünfschiffige Bischofskirche Santa Ana. Direkt dahinter
befindet sich das Kolumbushaus, La Casa del Colon, hier stoßen
Sie auf alte kanarische Baukunst. Eine weitere besinnliche
Oase ist der größte und schönste Park Las
Palmas, der Parque Doramas.Für den Abend empfiehlt sich
eine Tour über die Flaniermeile, die Canteras Promenade.
Der
Süden von Gran Canaria
Mit
Playa des Ingles, Maspalomas und San Augustin begegnet uns
im Süden der Insel eine Infrastruktur, die perfekt auf
das Sonnenbedürfnis der Besucher ausgerichtet ist. Früher
überwinterten hier ca. 30 Vogelarten, heute "überwintern"
hier bis zu 150.000 Touristen, dafür aber ganzjährig.
Hotelanlagen, Clubs, Diskotheken, Sportstätten und Vergnügungsparks
bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten für
jedes Alter und für jeden Geschmack.
Der
15 km lange hellsandige Strandabschnitt vom Leuchtturm El
Faro, dem Wahrzeichen von Maspalomas, bis nach Palya des Ingles
ist, obgleich in der Hauptsaison häufig stark frequentiert,
atemberaubend schön. Im Gegensatz zum sehr lebhaften
Playa des Ingles geht es in San Augustin etwas ruhiger zu.
Familien mit Kindern und Komfortliebende zieht es eher hier
hin.Der schwarzsandige Strand fällt flach ins Meer ab,
daher gibt es gute Bademöglichkeiten für Kinder.
In Maspalomas können Sie eine einmalige Dünenlandschaft
bewundern, die Dunas de Maspalomas. Bis zu einer Höhe
von 10 m wurden hier die Sandmassen vom Wind angeweht. Ein
Hauch Sahara legt sich über die Stadt, die vorrangig
exklusive Hotels und luxuriöse Appartements beherbergt.
Die
Westküste von Gran Canaria
In
Arguineguin erleben Sie eine Stadt mit dem noch typisch kanarischen
Flair. Jeden Dienstagvormittag findet hier ein Wochenmarkt
statt, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist.
Einen
Ausflug zum "Kleinvenedig" Puerto de Mogan ist auf
jeden Fall lohnenswert, es ist einer der schönsten Ferienorte
auf Gran Canaria. Seinen Beinamen erhielt er auf Grund der
vielen von Brücken überspannten Kanäle. Westlich
von dem wunderschönen Yachthafen liegt an einem Hang
der alte Stadtkern mit dem malerischen Fischereihafen. Im
vorderen Bereich des Ortes entstand in den letzten zwei Jahren
eine völlig neue Ferienurbanisation mit Appartementanlagen.
Der
Norden von Gran Canaria
Auf die Spuren der Ureinwohner begibt man sich mit einem Besuch
in dem 4 km von Guia entfernten Cenobio de Valeron. Leider
kann man das in Stein gehauene Höhlenlabyrinth aus Sicherheitsgründen
nicht betreten, trotzdem bietet die alte, bis heute unerforschte
Kultstätte neben dem wunderbaren Panoramablick auf die
zerfurchte Nordküste eine interessante Abwechslung zu
dem sonstigen Inselleben. Die Höhlen können täglich
außer Sonntags offiziell von 10 -13 Uhr und von 15 –
17 Uhr besucht werden.
Vorher
sollten Sie allerdings noch einen kurzen Abstecher nach Guia
unternehmen, um dort den traditionellen Blumenkäse zu
probieren. Der aus Schafs – oder Kuhmilch hergestellte
Rohmilchkäse wird nicht mit tierischem Lab, sondern mit
dem Blütensaft einer wilden Artischockenart zum Gerinnen
gebracht.
Das
Bergland im Inneren von Gran Canaria
Die
Insel hat sich einen grünen Mantel übergezogen,
könnte man meinen, wenn man mit dem Flugzeug über
das Zentrum des Eilandes fliegt. Der Hauptort der Bergregion,
Santa Brigada, ist auch bekannt unter dem Namen "La Villa
de la Flores", denn der 520 m hoch gelegene Ort schmückt
sich in verschwenderischer Fülle mit Blumen jeglicher
Art und Farbe. Hier leben gutsituierte Hauptstädter,
die dem Lärm und der Hektik entfliehen wollen. Für
Botaniker ist auch ein Besuch im Botanischen Garten in Tafira
Alta zu empfehlen. Die ausgedehnte Gartenanlage, 1925 von
dem schwedischen Botaniker Erik Sventenius erbaut, bietet
dem Besucher einen umfangreichen Überblick über
die ungewöhnliche Fauna der Kanaren. Am Nordhang des
Zentralmassivs, in einer Höhe von etwa 500 m, liegt der
kleine Ort Teror mit seinen etwa 5000 Einwohnern. Eingebettet
in einen grünen Talkessel, lassen sich hier kunstvoll
gedrechselte Häuser aus dem 16. und 17 Jh. bestaunen,
darunter auch die im Jahre 1767 fertig gestellte Wallfahrtskirche.
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